Panakeia, die Allheilende

«Oh’ welch herrliche Sache ist die Pharmazeutik! Für mich gibt es zwei Künste: sie und die Musik. Durch beide wird die Menschheit kuriert.»

Benito Pérez Galdos (1843-1920).

 

Bild: Asklepiosfamilie; darunter auch seine Töchter Hygiea und Panakeia. Archäologisches Nationalmuseum, Athen. Quelle: A. S. Lycons, R.J. Petrucelli II: Die Geschichte der Medizin im Spiegel der Kunst, 1980.
Abbildung: Arzneiglas zur Aufbewahrung von Fingerhutextrakt Foto: Ueli Schilt, Langnau

Panakeia ist der Name einer griechischen Göttin und heisst übersetzt «die Allheilende». Sie ist wie die Hygeia (daraus abgeleitet: Hygiene) eine Tochter des Asklepios (oder auch Aesculap), dem grössten Heilgott in der griechischen Mythologie. Das daraus abgeleitete Wort «Panazee» bedeutet Allheilmittel.

Der noch heute von Medizinalpersonen abgelegte Hippokratische Eid beginnt mit dem Vers: «Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid und diesen Vetrag nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde.»

Was ist Pharmazie
Pharmazie ist im eigentlichen Sinne die Wissenschaft von den Arzneimitteln, ihrer Herstellung und dem Handel mit Medikamenten. Das griech. Wort «pharmakon» bezeichnet ein Heilmittel, Zaubermittel oder auch ein Gift. Zur heutigen Pharmazie rechnet man die naturwissenschaftliche Forschung (Universität und Industrie) sowie die Lehre, also das Pharmaziestudium. Dieses beinhaltet die vier Hauptdisziplinen: Pharmazeutische Chemie, Pharmazeutische Biologie (Pharmakognosie), Pharmazeutische Technologie (Arzneiformenlehre) und die Pharmakologie/Toxikologie (Arzneimittellehre und Giftkunde).

 

Abbildung: „Apothecarius - Der Apotecker“; Holzschnitt von Jost Ammann: Hans Sachs, „Eygentliche Beschreibung aller Stände auf Erden“ 1568: Quelle.D.L. Cowen, W.H.Helfand: Die Geschichte der Pharmazie in Kunst und Kultur, 1990

Der Apothekerberuf
Der Apothekerberuf war ursprünglich ein Handwerk, welches man bei einem Meister lernen konnte. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Ausbildung allmählich an die Hochschulen verlegt und entwickelte sich zu einem eigenen Studiengang. In der Schweiz dauert heute das Studium der Pharmazie fünf Jahre. Studienorte sind Basel, Zürich und Genf. Nach dem Pharmaziestudium kann durch mehrjährige Aus- und Weiterbildung der Spezialtitel eines „Offizinapothekers FPH“ erlangt werden.

Der Drogistenberuf
Der Beruf des Drogisten entwickelte sich aus der Zunft der Krämer und Gewürzhändler . Die heutige Ausbildung zum Drogisten dauert 4 Jahre. Berufsbegleitend oder nach der Lehre kann die Berufsmaturität erlangt werden. Nach obligatorischen Praxisjahren kann man sich an der Höheren Fachschule in Neuenburg in einem zweijährigen Studium zum diplomierten  Drogisten HF ausbilden lassen.

 

Abbildungen: „De Drogist“ (links) / „De Apotheeker“ (rechts) Stiche von Jan Luyken, 1758. National Museum of American Historia, Woshington. Quelle.D.L. Cowen, W.H.Helfand: Die Geschichte der Pharmazie in Kunst und Kultur, 1990.
Abbildungen: „De Drogist“ (links) / „De Apotheeker“ (rechts) Stiche von Jan Luyken, 1758. National Museum of American Historia, Woshington. Quelle.D.L. Cowen, W.H.Helfand: Die Geschichte der Pharmazie in Kunst und Kultur, 1990.
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