Dronabinol/Cannabis

«Gebauter Hanf. Der Hanf – einige nennen ihn Kannabion, andere Schoinostrophon, Asterion –  ist eine Pflanze, welche im Leben sehr viel Verwendung findet zum Flechten der kräftigsten Stricke. Er hat denen der Esche ähnliche, übelriechende Blätter, lange einfache Stengel und eine runde Frucht, welche reichlich genossen, die Zeugung vernichtet. Grün zu Saft verarbeitet und eingeträufelt, ist sie ein gutes Mittel gegen Ohrenleiden»


Dioskurides, 50 n.Chr.

 

Abbildung: Eine weibliche Cannabisblüte mit der dazugehörigen Arzneibuchvorschrift aus dem Jahr 1893 zur Herstellung eines Indischen Cannabisextraktes. Foto: Ueli Schilt, Langnau

In der Schweiz benötigen Patientinnen und Patienten eine Bewilligung des BAG (Bundesamt für Gesundheit), damit Ihnen ein Arzt Cannabis (in Form der Tinktur) bzw. den Hauptwirkstoff des Hanfs, das Dronabinol, (Tetrahydrocannabinol) verschreiben kann.

Als bisher einzige Apotheke in der Schweiz ist die Bahnhof Apotheke berechtigt,  nebst den Dronabinol-Verschreibungen auch Rezepturen für die natürliche Cannabistinktur auszuführen.

 

Folgende Informationen können Sie herunterladen:

  1. Therapeutisches Potential Cannabis Deutsches Ärzteblatt
  2. Cannabisartikel Pharmsuisse deutsch/français
  3. Cannabis-Tinktur
  4. Dronabinol-Lösung
  5. Cannabidiol-Lösung
  6. Cannabis-Öl
  7. Vergleich Cannabis-Tinktur/Dronabinol-Lösung
  8. Checkliste für Gesuche
  9. Lieferbedingungen
  10. Häufig gestellte Fragen zur Anwendung von Cannabis als Medikament
  11. Dronabinol/Teinture de Cannabis - version française
  12. Antragsformular Dronabinol-Lösung
  13. Antragsformular Cannabis-Tinktur
  14. Antragsformular Cannabis-Öl

 

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieb in Europa die medizinische Bedeutung von Cannabis relativ bescheiden.  Dies änderte sich schlagartig, als der in Indien stationierte irische Arzt William B. O’Shaughnessy im Jahr 1839 eine umfassende Studie über den indischen Hanf veröffentlichte. Die darin beschriebenen Erfolge bei Rheuma, Starrkrampf, Cholera usw. fanden grosse Beachtung in Europa. Als erste waren es die Franzosen, die sich intensiv mit dieser Pflanze beschäftigten. In den darauffolgenden Jahren erschienen verschiedenste medizinische Arbeiten über Hanf.

Im Laufe der Zeit konnte sich die Arzneipflanze in praktisch allen europäischen Ländern und in den Vereinigten Staaten etablieren. Neben Frankreich waren es vor allem England, die USA und später auch Deutschland, die dem Heilmittel Cannabis in der westlichen Medizin endgültig zum Durchbruch verhalfen. Die Zeit von 1880 bis zirka 1900 kann als eigentlicher Höhepunkt der medizinischen Karriere des Hanfs bezeichnet werden. Verwendet wurde Haschisch vor allem bei Schmerzzuständen (z.B. Migräne), Keuchhusten, Asthma, sowie als Schlaf- und Beruhigungsmittel. Daneben wurde Cannabisextrakt als Zusatz in Hühneraugenmittel beigefügt. In dieser Zeit befanden sich verschiedenste industriell gefertigte Cannabispräparate auf dem Markt.
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Nachdem die Cannabispräparate um die Jahrhundertwende noch rege benutzt wurden, verschwanden sie gegen Mitte des 20. Jahrhunderts vollständig. Die Gründe dafür sind die medizinisch-pharmazeutische Entwicklung, die umstrittene Wirksamkeit der Hanfpräparate, wirtschaftliche Aspekte und nicht zuletzt massive rechtliche Einschränkungen, die Mitte des 20. Jahrhunderts im internationalen Verbot für Cannabispräparate gipfelten.

Trotz Verbot wurde die Cannabisforschung vor allem in den letzten 10 bis 15 Jahren stark vorangetrieben. Neuere Entdeckungen wie Cannabinoid-Rezeptoren tragen dazu bei, dass sich die Pharmazie und Medizin wieder vermehrt den interessanten Anwendungen von Cannabis zuwendet. So ist heute der Gebrauch von Dronabinol in einigen europäischen Ländern für gewisse Indikationen möglich.

Haschisch als Medikament

Bild: Umschlagseite des Buches: Haschisch als Medikament

Preis CHF 47.00 + Portokosten

 

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